Stadt Schnackenburg


Schnackenburg, ein Kleinod mit maritimem Charme, direkt an der Elbe, am Elberadweg und Grünen Band gelegen, ist die kleinste Stadt Niedersachsens (583 
Einwohner).

Ob vom Wasser oder Land kommend, der Turm der um 1200 erbauten St. Nicolaikirche begrüßt die Ankommenden schon von weitem, und die ab April bis Ende Oktober von 9 bis 18 Uhr geöffnete Kirchentüre lädt zum besinnlichen Verweilen ein.

Hier erklingen seit 1992 alljährlich Ende August/Anfang September die Schubertiaden, besetzt mit internationalen Künstlern - ein Musikgenuss für Klassikliebhaber.

Die Kirche ist dann bis auf den letzten Platz belegt. Über all dem schwebt neben dem Altar der freundlich blickende Taufengel, der anlässlich einer Taufe heruntergezogen werden kann. In früheren Zeiten wurde dazu Wasser aus der Elbe verwendet.

Ein kleiner Rundgang durch den Kirchsteig in Richtung Elbe, vorbei an der Ölmanufaktur (Hofladen und Besichtigung nach Vereinbarung), die biologische Saaten zu wertvollen Speiseölen verarbeitet, hinauf zum Fahnenplatz. Von dort oben ist der Blick frei auf und über die Elbe.

Weiter geht es auf dem Deich Richtung Fähranleger, hin zum Marktplatz. Unter den zwei mächtigen Kastanien lässt es sich gut verweilen, um sich dann der deutsch-deutschen Geschichte zuzuwenden: Das Grenzlandmuseum im Fischerhaus, direkt am Hafeneingang gelegen, informiert mit zeitgeschichtlicher Dokumentation über die deutsche Teilung. In Schnackenburg wurde diese durch die unmittelbare Grenzlage - mit der Elbe als fließende Grenze- hautnah erlebt.

Heute verbindet die täglich verkehrende Fähre Ost und West. In wenigen Minuten wird die gegenüberliegende Elbeseite erreicht, und man befindet sich dann in Lütkenwisch im Land Brandenburg. Von hier aus ist Berlin mit öffentlichen Verkehrsmitteln über Wittenberge gut zu erreichen.


Ein Gang am Hafen entlang über die Alandbrücke -der Aland mündet hier in die Elbe- führt zum 14 m hohen Aussichtsturm. Der nach allen Richtungen freie Blick lässt die Sicht rund um Schnackenburg und über die Elbtalaue zu, welche Naturschutz- und Erholungsgebiet mit seltenen Pflanzen und Vögeln ist. Seeadler und Kraniche ziehen ihre Kreise, und im innerörtlichen Storchennest wurden 2013 vier Jungstörche flügge. Nach den Spaziergängen lädt das Hafencafé zur Rast und Stärkung ein.


Die besondere Lage und geschichtliche Situation Schnackenburgs führte zu einer gewissen Isolation (hier endet auch die B 493). Gerade diese Tatsache zog und zieht Menschen an, die von dieser besonderen Seite Schnackenburgs fasziniert sind: Ruhe und Besinnlichkeit, eine noch intakte Natur. Durch die Neubelebung kommt es zu einem Dialog zwischen Tradition und Moderne.

Das soziale und gesellschaftliche Leben findet in den zahlreichen Vereinen statt: Schifferbrüderschaft, Bootsverein, Angelverein, Feuerwehr, Schützenverein, Sportverein, Posaunenchor, gemischter Chor, Männergesangverein und das Frauenfrühstück.

 

Jedes Jahr im Frühsommer wird in Schnackenburg im Wechsel ein Stadt- bzw. Hafenfest ausgerichtet, und seit 2013 gibt es zwischen Himmelfahrt und Pfingsten einen Wunderpunkt im Rahmen der Kulturellen Landpartie.

 

Text: Anita Stang

Impressionen

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